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Chorgemeinschaft 1919 Erftstadt-Gymnich e.V. |
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Vereinsgeschichte der Chorgemeinschaft I. Teil: Die Ersten 30Jahre von 1919 - 1949 (verfasst: Mai 2008, K.Engel ) Abschrift des Gründungsprotokolls vom 5.10.1919 |
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Schon viele Jahre vor o.g. Datum fühlten Gymnicher Männer, welche Sinn und Liebe zum Gesang hegten, das Bewusstsein, neben dem Pfarr- Caecilien- Verein einen Männergesangverein ins Leben zu rufen, der frei von jeder Bevormundung sich der Pflege des weltlichen Liedes sowie sonstiger theatralischer Aufführungen widmen könne. An o.g. Datum ist das Bedürfnis in die Tat umgesetzt worden. Es wurde von den sich zu diesem Zweck versammelten 25 Sängern ein Vorstand gewählt. Als Gründer des Vereins sind anzugeben: (Es folgen die Namen der bei der Gründung anwesenden Männer)
Gymnich den 5.Okt.1919 Der Vorstand Anton Schütz Schriftführer
Gleichzeitig wurden die Statuten des Vereins verfasst und zur Genehmigung der Behörde übergeben.
Die Genehmigung zur Vereinsgründung folgte am 19.11.1919 durch die Behörde. Der Name: Männer- Gesang-Verein Gymnich.
Seither ist dieser Verein eng verbunden mit der Geschichte des Ortes Gymnich. Seit 39 Jahren ist Gymnich ein Stadtteil der Erftstadt.
„ In Freud und Leid zum Lied bereit „
So steht auf der alten Vereinsfahne geschrieben. Das war die einfache Formel, die das Vereinsleben in der schweren, von Arbeitslosigkeit, Inflation und Wirtschaftskrise geprägten Nachkriegszeit, bestimmte. Mit großer Tatkraft und Entschlossenheit gaben sich Vorstand und Chorleiter der Aufgabe hin, dem üblichen, eintönigen, dörflichen Leben neue Impulse zu geben. Schon bald nach der Gründung zählte der Verein über 40 Sänger und man sah sich genötigt, eine Vereinsfahne in Auftrag zu geben. 1922 fand in Verbindung mit einem großen „Sängerfest", und der Anwesenheit aller Ortsvereine die feierliche Fahnen-Enthüllung und -Weihe statt. In einem großen Festzug durch die geschmückten Dorfstraßen wurde die Fahne präsentiert. Ein noch Größeres Sängerfest veranstaltete der Verein nur vier Jahre später. „Vereine aus nah und fern trafen sich zu einer machtvollen Kundgebung für das deutsche Lied. Nie zuvor habe ich die Straßen Gymnichs in einem farbenprächtigeren Schmuck gesehen. In drei Sälen musste zur gleichen Zeit gesungen und gefeiert. werden". (So schreibt der Chronist) Nach einer kurzen Integrationsphase des Vereins in den Ort schlugen ihm Wellen der Anerkennung und des Respekts entgegen. Presseberichte aus jener Zeit sind voll des Lobes. Nicht nur mit Chorgesang wollte man sich- nach dem Willen der Gründer- der Bevölkerung darstellen. So bemühte man sich sehr bald darum, Frauen und Mädchen für das Bühnenspiel zu begeistern. Konzertprogramme der späten zwanziger Jahre geben Aufschluss darüber, daß die Bemühungen des Vorstandes erfolgreich waren. Das Vereinsleben pulsierte nun in seiner ganzen Breite. In vielerlei Hinsicht spiegelten sich die so genannten „ Goldenen zwanziger Jahre" im Leben des noch jungen Vereins wieder. * * * Vieles in der Berichterstattung aus jener Zeit deutet darauf hin, dass die Verantwortlichen des Vereins, die Vorzüge des Gemischt-Chor-Singens schon zu einem recht frühen Zeitpunkt erkannt hatten. Aber Frauen als Vereinsmitglieder? Das konnte man in der Öffentlichkeit noch nicht vertreten. Vereinsleben, das war noch weitgehend Männersache. * * * Die Situation änderte sich zu Beginn der dreißiger Jahre fast schlagartig. Die 1929 ausgebrochene Weltwirtschaftskrise verschonten weder den Verein als solchen, noch seine Mitglieder. Die Regierung des Deutschen Reiches versuchte durch drastischen Sozialabbau und mit anderen restriktiven Maßnahmen gegenzusteuern. Mit verheerenden Folgen. Viele Familien wurden in bittere Not gestürzt. Armut machte sich breit. (Fast 6,5 Mio. Arbeitslose) Das Volk ging auf die Straße…., es kommt, vor allem in den Städten, zu blutigen Auseinandersetzungen. Und im Verein? Die Mitgliederbeiträge blieben aus. Der Chorleiter wurde, wenn überhaupt, in kleinen Raten, entlohnt. An die Beschaffung von neuem Noten- und Theatermaterial konnte nicht gedacht werden, der Probenraum konnte nicht beheizt werden, u.s.w., u.s.w. Hilfe für die Armen, mit dem Wenigen, das zur Verfügung stand und gesammelt wurde, das war die oberste Maxime. Und die Sänger? Sie stemmten sich dem Geschehen mutig entgegen. Sie folgten den fortlaufenden Aufrufen der Vereinsführung zu Treue und Kameradschaft und schafften so das unausweichlich scheinende, das Vereinsleben zu erhalten. An dieser Stelle muss man den Namen des Vorsitzenden Wildenburg nennen, dem für seinen unerschütterlichen Einsatz, höchstes Lob und Anerkennung gezollt werden muss. (Zu einem späteren Zeitpunkt (1935) wird er, u.a. hierfür, zum „Ehrenpräsidenten„ ernannt.)
* * * Der Nährboden, auf dem radikales Gedankengut gedieh, war aufbereitet. Die Nationalsozialisten hatten relativ leichtes Spiel, ihr Programm zu verbreiten und mit Hilfe seiner SA (Sturmabteilung) auf der Straße durchzusetzen. Im April 1933 hatten sie ihr Ziel erreicht. Adolf Hitler „ergriff" unter großem Jubel die Macht. Der Volkszorn hatte seinen Rächer gefunden. Die Erste Handlung -„zur Behebung der Not vom Volk" - war die Außer Kraft Setzung der Reichsverfassung…. Erst nach Kriegsende 1945 wurde das ganze Ausmaß der Barbarei, das durch die "Nazis" begangen wurde, bekannt. * * * In den Vereinsprotokollen aus den Jahren 1933 bis 1935 wurde nun von Gleichschaltung (Maßnahmen und Gesetze zur Vereinheitlichung der Gesellschaft, des öffentlichen und privaten Lebens) geredet. Es konnte nun nicht mehr nach eigenen Bedürfnissen und Notwendigkeiten gestaltet werden. Es wurde bestimmt, eingesetzt, ausgeschlossen. Von den jüdischen Mitbürgern, mit denen zusammen man dem „Deutschen Lied gehuldigt" hatte, musste man sich für immer trennen. „ Auf Anordnung der Reichsregierung" so begann der eingesetzte Schriftführer sein Protokoll im Juli 1933 und läutete damit die „neue Vereinsgeschichte" ein. Die Sängerschar war empört. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchte man gegen Willkürmaßnamen anzugehen. Wegen falscher Zeugnisse gegen den Vorsitzenden und seiner Amtsführung wurde man bei der örtlichen Leitung der NSDAP vorstellig, man beschwerte sich bei der Kreisleitung. Sogar die Gauleitung in Koblenz wurde kontaktiert. Mit dem zweifelhaften Erfolg einer kurzzeitigen Lageberuhigung. Um sich spätere Vorwürfe der Nachlässigkeit und der Versäumnisse zu ersparen wendet sich der gesamte Vorstand in einer klaren, sachlichen und ausführlichen, schriftlichen Stellungnahme, zur Haltung der Kreisleitung und der Gauleiterung, an den Herrn Reichskanzler Adolf Hitler, als letzte Möglichkeit. (Protok. 28.6.34)
Eine Zurücknahme der getroffenen Anordnungen wurde jedoch aus politischen Erwägungen nicht vorgenommen. (Die Folgen der Beschwerdeführungen hätten, wie man heute weiß, verheerend sein können.)
Das unerschütterliche Vertrauen der Sänger wollte man jedoch nicht aufs Spiel setzen. Die wohlüberlegte Entscheidung des Vorstandes, einem Sänger, einem „Parteigenossen", die Führung des Vereins zu übertragen, ließ ein wenig Ruhe in den Verein einkehren. Gespräche mit den Frauen der Laienspielgruppe wurden wieder aufgenommen. Sie wurden dadurch vereinfacht, dass die "Reichsmusikkammer" die Einbindung der Frauen in den Verein bestimmte, wollte man auf der weiteren Mitwirkung bestehen. Man erfand ein „Frauen-Doppel-Quartett", dem sich sehr schnell weitere Frauen anschlossen. Die Gunst der Stunde erkennend kam es zur Gründung des „Damenchores", der ab dem 15. Sept. 1935 als Teil des Vereins geführt wurde. Die Statuten wurden der veränderten Situation angepasst. Besonders herausgestellt wurde ein Passus über das Verantwortungsgefühl des Vorstandes gegenüber den jungen Frauen und deren Eltern. Geprobt wurde zunächst getrennt. Aus Anlass einer ersten gemeinsamen Probe im September 1936 wurde eine Feierstunde in Szene gesetzt.
Mit 37 Sängern und 28 Sängerinnen begann eine glückliche, aber leider nur kurze Epoche, die seinerzeit schon zur Gründung eines gemischte Chores hätte führe können. Aber schon ein knappes Jahr später hieß es: „Der Chorleiter wird Soldat". Nach und nach wurde ein beachtlicher Teil der Sänger, auch der Vereinsführer auf ihre Wehrtauglichkeit hin gemustert. Anschließend ging es zu mehrmonatigen Übungen. Jüngere wurden in den „Reichsarbeitsdienst" berufen. Auch Frauen wurden zum Dienst verpflichtet. Unlust verbreitete sich unter den Mitgliedern. Für notorische Störenfriede ein reiches Betätigungsfeld. Die Lücken in der Sängerschar brachten Lücken in die Vereinskasse. In höchster Not reifte der Beschluss, den Verein für inaktive (fördernde) Mitglieder zu öffnen. Die „säumigen" Sänger wurden durch „ Abgeordnete" zu Hause aufgesucht um an Ihre Pflicht und Sängerehre zu appellieren. Die Angst, dass ein unlängst noch ansehnliches Gebilde in sich zusammenfällt, bemächtigte sich der Vereinsführung. Die Zeichen standen auf Sturm, auch in den politischen Wahrnehmungen. Wird es wieder zu einem Krieg kommen? Im März 1939 schrieb der inzwischen rehabilitierte Vereinsführer Wildenburg: „…alle meine wohlgemeinten Appelle an die Sänger und die Öffentlichkeit scheinen ergebnislos verpufft zu sein. Ich habe aber trotzdem nicht die Absicht, mich selber oder den Verein aufzugeben. Die Stunde ist noch nicht gekommen". Unter Aufbietung aller Kräfte (man sieht sich gezwungen, die eigenen durch Kräfte des MGV Brüggen zu verstärken) brachte man zu Ostern ein Konzert auf die Beine. Der Vereinsführer resignierte angesichts des geringen öffentlichen Interesses. Gesundheitlich angeschlagen legte er „die Wahrnehmung aller meine Obliegenheiten in die Hände meines bisherigen Schriftführers H. Wallraff. Ich gehe nicht fort. So bedarf es keiner Worte der Scheidung. Man gönne mir die Ruhe, die ich, so will ich hoffen, mir verdient und teuer erkauft habe. KRIEG!!! Mit Ausbruch des Krieges am 1. Sept.1939 erlebte der Verein die tiefste Stunde seiner nun 20- jährigen Geschichte. Die Vereinstätigkeit kam von Beginn an fast ganz zum Erliegen. Der Chorleiter, der Vorsitzende und viele Sänger wurden zum Wehrdienst eingezogen. Weil man insgeheim nicht mit einer schnellen Wiederaufnahme der Vereinsarbeit rechnete, beschloss man, das in der Kasse vorhandene Geld unter die „Sänger-Soldaten" zu verteilen. Viele von ihnen wurden Opfer dieses unsinnigen Krieges und kehrten nicht mehr in ihre Heimat zurück. Sie ruhen in fremder Länder Erde. Unseren Frauen und Mädchen oblag die traurige Pflicht die Trauergottesdienste für die gefallenen Soldaten mit gesanglichen Darbietungen zu gestalten. Viele Sänger kamen mit Verletzungen, andere erst Jahre nach Kriegsende (8. Mai 1945) aus der Gefangenschaft, zu ihren Familien und ….. zu uns zurück. * * * Nach einem tiefen Durchatmen – das Bersten der Granaten und das Rattern der Panzerketten war noch in aller Ohren – hielt Ehrenpräsident Wildenburg Ausschau nach den Seinen. Genau vier Monate nach Kriegsende kam es zu einer ersten „Fühlungnahme" in seiner Wohnung, (es herrschte strenges Versammlungsverbot!) um über einen Neubeginn zu beraten. Anfangs erwog man einen Zusammenschluss mit den verbliebenen Sängern des Pfarr-Cäcilien-Chores. Man war bereit, dieser Überlegung positives abzugewinnen, zumal gegen Jahresende 1945 mit Walter Kempf* ein junger Organist und Chorleiter an St. Kunibert eingestellt wurde. Doch setzte sich letztendlich der Wille zur Eigenständigkeit- wie zur Gründungszeit- durch. In einer einberufenen Versammlung äußerten die Anwesenden ihren Willen, „ …die frühere Tätigkeit des M.G.V. in vollem Umfang wieder aufnehmen zu wollen und sind bereit, für diese Ziele und Möglichkeiten zur gehaltvollen Lebensfreude, die erforderlichen Opfer an Zeit, Mitteln und Einsatz in die Waagschale zu werfen". Im Eilverfahren wurden, zur Vorlage bei der Militärregierung, Statuten entworfen, es wurde ein Vorstand gewählt, Verhandlungen mit *Walter Kempf zwecks Übernahme der Chorleitung geführt, Probenraum und Probenzeit vereinbart und benannt. Am 19. August 1946 genehmigte die Militärregierung die Wiederaufnahme der Vereinsarbeit. Noch am gleichen Tag wurde Einigung mit Walter Kempf erzielt. Er übernahm die Chorleitertätigkeit bis zur „Stabilisierung" unter Verzicht auf Honorar. Gleichzeitig stellte er, aus seiner Sicht, die Vorzüge des Singens im Gemischten Chor heraus. Ehrenpräsident Wildenburg hatte damit einen kompetenten Mitstreiter gewonnen. * * * Das Chor- und Vereinsleben wurde nach einem aufgezwungenen, fast genau sieben Jahre währenden Stillstand, mit der ersten Probe am 24. August 1946, zu neuem Leben aufgerufen. Schon am 31. August fand die erste „Damenchor" Probe statt. Die Werbetrommel wurde gerührt. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen wurde großes Interesse, vor allem bei Jugendlichen, verzeichnet. Man sah sich genötigt, eine untere Altersgrenze von 16 Jahren festzusetzen. Es wurde beschlossen, dass Männer und Frauen einmal im Monat gemeinsam Proben. (16.Sept 1946) Die Geburtsstunde des Gemischtchores. Zu Weihnachten traute man sich mit einem Konzert an die Öffentlichkeit. Mit unerwartetem Erfolg. Von dem finanziellen Erlös erhielt der Chorleiter ein kleines Entgelt, der große Restbetrag (ca. 800 RM) wurde „ hinsichtlich der Notlage des Volkes zu Gunsten der Orts- Armen an die Gemeinde-Wohlfahrts-Kasse abgeführt." Anfang des Jahres 1947 zählte der Chor 32 Sänger und 35 Sängerinnen. Das Protokollbuch berichtet in der Folgezeit von zahlreichen Veranstaltungen die dazu beitrugen der hart arbeitenden Bevölkerung etwas Freude in den Nachkriegsalltag zu bringen. Zum ersten Male 1947 wurde der heute noch in dieser Tradition stehende Familienabend veranstaltet. Die Vereinsführung hatte aber auch ihre liebe Not mit inzwischen über 80, zum größten Teil jungen Mitgliedern zu Ende des Jahres 1947. Die Disziplin ließ zu Wünschen übrig. „Zur Gewährleistung eines geordneten Vereinswesens" wurden neue Regeln aufgestellt, einsichtig und aufgeschlossen genug, diese Tendenz als verspätete Nachwirkungen des Krieges zu erkennen. Dies muss wohl zur „Wiederbelebung der Sangesfreude" geführt haben, denn Ende 1948 berichtete der Schriftführer: ….das vornehmlich die jüngeren Sänger zur kräftigen Stützen des Vereins wurden. Durch die Währungsreform vom Juni 1948 verfiel das gesamte Bar- und Kontoguthaben des Vereins. Zum wiederholten Male mittellos wandte sich der Vorstand voll Vertrauen an die Mitglieder… „in schwierigster Stunde sich des Wertes ihrer Sendung bewusst zu werden und nicht zu zögern, ihre ganze Kraft zur Erhaltung des Kulturwerkes in die Waagschale zu werfen" Der Appell hatte an der kurzfristigen, finanziellen Genesung des Vereines großen Anteil. * * * Das Jahr 1949 rückte heran. Das Jahr in dem der Verein auf eine 30- jährige Geschichte zurückblicken konnte. Zwei unserer Sänger kehrten, vom Verein herzlich begrüßt, aus der Kriegsgefangenschaft heim. Als herausragendes Ereignis wurde im Herbst eine Operette aufgeführt.
Beim Sängerfest in Kierdorf lernte man den Chorleiter Hans Esser aus Köln mit seinem Chor kennen. Fachleute bezeichneten ihn als „strahlenden Stern am Dirigentenhimmel." Nicht ahnend, das wir in wenigen Jahren in der glücklichen Lage sein würden, unter seiner Leitung singen zu dürfen. Eine Feier aus Anlass des 30- jährigen Bestehen, wurde für 1950 geplant. So hat der Verein seine 30- jährige Geschichte hinter sich gebracht. Vieles ist im Stande gewesen Zweifel an der Zukunft aufkommen zu lassen. Anderes konnte einen mit Trauer erfüllen und innerlich bewegen. Vorwiegend aber, so schrieb der Ehrenpräsident anlässlich der bevorstehenden Feier ins Protokoll : „….vorwiegend aber sind die Gefühle der Liebe und Dankbarkeit für alle, die mit heißem Herzen dem guten Werk dienten und für die Sängerideale stritten".Wird fortgesetzt! Fundstellen - und Quellenverzeichnis: 1.Protokollbuch vom 5.10.1919 - 27.4.1935 2.Protokollbuch vom 26.4.1935 - 12.11.1949 Spielergruppenbuch, eingerichtet 1935 Presseberichte, Konzertprogramme.
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Vereinsgeschichte der Chorgemeinschaft II. Teil: 1949 - 1979
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Das Augenmerk des Vorstandes
richtete sich nun auf die für 1950 - also mit 1 jähriger Mit der Aufführung
einer Operette im Herbst 1949, der Ersten nach dem Krieg,
präsentierte Ermutigt ließ man Anfang
1950 die erste Karnevalssitzung über die Bühne gehen - mit ebenso Zur Operettenaufführung
lassen wir hier den Chronisten sprechen. „Der
Zustrom des Publikums war so
stark, dass der Kronensaal nicht alle fassen konnte. Dicht gedrängt saßen
und standen die Besucher und applaudierten den Darbietungen. Kein
Wunder, dass davon auch die Spielerschar mitgerissen wurde und zu immer besserer Leistung befähigte“. Girlanden, von den
Sängerinnen geflochten und
von den jungen Sängern über die Straßen „
Zwei Tage Gesang in Gymnich - Huldigung für das deutsche Lied - Voller Erfolg der Jubelfeier in
Gymnich - Ein Erlebnis wie man es selten findet -“ so titelte
die Tagespresse das Geschehen und der Chronist schrieb dazu u.a.: „
Nun ist unser Sängerfest verrauscht. Der Verlauf, angefangen mit dem
Festkonzert am Samstagabend, über Kirchgang, Gefallenenehrung, Festzug
und Sängerkonzert am Sonntag und dem abschließenden gemütlichen
Beisammensein am Montag, war
nicht nur erfolgreich, er sollte auch Kraft geben, noch Größeres und Schöneres
zu leisten.“ * * *
Klang
da etwas nach? War man in gewisser Hinsicht doch unzufrieden? Finanziell gesehen kam man
„soeben über die Runden“. Zur Generalversammlung 1950 erging Wie
war das in Einklang zu bringen mit den
eigentlich positiven Aussagen über die kurz * * *
Bis
zu diesem geschichtlichen Zeitpunkt war einzig das geschriebene bzw.
gedruckte Wort In den ersten
Nachkriegsjahren wurde der Verein von Männern „geführt“, die der Gründer- „Mögen diese Worte tief in die Herzen der jungen Sänger dringen, auf das sie nie vergessen mögen, dass in ihren Händen ruht die Zukunft edelsten deutschen Kulturgutes und das dessen Hege und Pflege nie in uns sterben lässt die Liebe zur Heimat, die um so größer sein muss, als diese sich in hartem Ringen müht das Leid und Weh der vergangenen Jahre vergessen zu lassen und zu überbrücken.“ So lautete der Schlussabsatz
des Jahresberichtes 1949, der die Sängerinnen und Sänger in Das aber wurde von dieser
Jugend so nicht verstanden und nach all dem Erlebten in frühester Den Meisten der jungen Sängerinnen
und Sänger war gar nicht bewusst bzw. es wurde ihnen * * * Mit der Währungsreform hatte
die lange Zeit der Entbehrung ein Ende gefunden. Die allgemeine Der Vorstand hatte die jungen
Leute freudig, mit offenen Armen und bedenkenlos aufgenommen Die Aktivitäten des Vereins
bis in die Mitte der 50er Jahre waren sehr zahlreich, so dass es So etwa sind die Vorgänge zu verstehen, die den Geschichtsschreiber des Vereines * * * Man war schon erprobt darin
in kritischen Tagen nach dem Ehrenpräsidenten zu rufen. Aufgrund eines von ihm in
Verbindung mit dem Chorleiter aufgestellten Fragenkataloges kam Der ganze „Spaß“ müsse
ein kalkulierbares Ende haben; das war die Quintessenz seiner Der Verein ließ sich überzeugen,
dass ein eingesetzter, arbeitswilliger,
charaktervoller Vorstand Ein 7-Punkte Programm unter
dem Fundamentalsatz:
„Die Summe von Charakter, Treue, Die Satzung wurde überarbeitet
und regelte nun die Aufnahmekriterien, das
Beitrags- und Mit weniger Mitgliedern, in
einem neutralen Probenraum (der Anbau zwischen der Missions- Die Lage wurde in kurzen
Zeitabschnitten überprüft und durch Rechenschaftsberichte des Man trat in den kürzlich
gegründeten Kreissängerbund Euskirchen ein. 47 Sängerinnen und Die uneigennützige Unterstützung
aller Vorhaben durch Chorleiter W. Kempf waren wichtige Für seine Verdienste auf
musikalischem Sektor wurde er 1956 zum Musikdirektor ernannt. Mit sehr positiv bewerteten
Konzerten wartete der Chor in
den folgenden Jahren auf, obwohl * * *
Das Boot,
MGV Gymnich mit Gemischtem
Chor, lag nun in einem vermeintlich sicheren Die Mitglieder drängten den
Vorstand bald möglichst wieder in das alte Probelokal in der Der als Vorsitzender
amtierende Ehrenpräsident Wildenburg hatte die dringende Bitte an den *
* *
Der Vorstand wurde
umstrukturiert, wichtige Ämter neu besetzt (nach knapp zwei Jahren des Dem leidigen Thema ersten
Ranges, dem Probenbesuch der Damen, wurde mit einem Im August 1958 verstarb
Heinrich Wallraff, der die Geschichte des Vereins bis 1952 so trefflich * * * Es war das Ende des „presidential
government“ als zu allem Übel im Mai 1959 der beliebte * * * Im August 1959 wurde Franz
Buschwald in einer außerordentlichen Generalversammlung Der neu zusammengesetzte
Vorstand versuchte mit kleinen Änderungen und Neuerungen Der Vorstand streckte nun- zur
Verbesserung der eigenen Lage- die Fühler aus in Richtung Anfang März 1965 teilte Chorleiter Walter Kempf - zur Überraschung
Aller - mit, dass er Er ermutigte den Vorstand, das Gespräch mit Chorleiter Hans Esser zu
suchen. ( siehe Teil I/4
) Hans Esser, Chorleiter in Gymnich? Wer wagte daran zu
glauben? Alleine die Tatsache, Wie intensiv der Wechsel durch den Vorstand vorbereitet worden war
beweist die Tatsache, * * * Esser
zog die Sängerinnen und Sänger, die erstmals nach langer Zeit
wieder fast vollständig Sehr schnell hatte er die Möglichkeiten erkannt, die, mit den meist
jungen Chormitgliedern, Ende
der 50er Jahre hatte der Schlossherr, Graf Rudi de Maistre, dem Verein
einen * * * Zwischen
dem Vereinsvorstand unter dem Vorsitz von Franz Buschwald und dem
Chorleiter In dieser Atmosphäre ging
der Vorstand die Vorbereitungen zur Feier des 50 jährigen * * * Für Chorleiter Esser stand wie selbstverständlich ein
kirchenmusikalisches Festkonzert ganz Eine beachtliche Aufgabe auf die sich der Vorstand
einzustellen hatte, die aber, gestützt auf Schwierigkeiten unvorhergesehener Art gab es durch die
durch nichts als durch sein Hausrecht Dahinter standen, wie sich sehr zeitig herauskristallisiert hatte,
einige wenige Personen des Wiederholte Einladungen seitens des Vorsitzenden zu
Sondierungsgesprächen mit dem Fast zwei Jahre waren vergangen bis der Gegenseite die
Argumente ausgingen. Buchstäblich Im Übrigen wurde das Jubiläumsjahr nicht nur bezüglich
des Ablaufes akribisch geplant und * * * Am 27. April 1969 fand dann das Festkonzert in der voll
besetzten St. Kunibert Kirche statt. Am 11. Juli fand, wie geplant und bis heute all denen unvergessen, die
daran teilnahmen, Beide Chöre waren sich
darin einig, dass das Erlebte die Teilnehmer zu einer echten Am 18. Oktober fand der eigentliche Festakt statt, bei dem die Vertreter
der Kommune, der Über das anschließende Chorkonzert schrieb die Presse:
„ Wir
haben lange im Kreis Am 7. Dezember war das Schützenhaus
für das Weihnachtskonzert u.a. mit dem Kölner
* * * Der Verein, Vorstand, Chorleiter, Sängerinnen und Sänger standen nun
in „strahlendem Das Erreichte, begonnen mit den gemeisterten
Schwierigkeiten in der Vorbereitungsphase, Esser führte den Chor fortan an die Kompositionen der
alten Meister, der Romantiker und In der Jahreshauptversammlung im März 1970 wurde der
Versammlung mitgeteilt, dass Auch innerhalb der zivilen Gemeinde war und blieb der
Verein sehr aktiv. Wann immer es Regelmäßig- ab 1971- nahm der Verein in großer, bunter
Besetzung am Gymnicher In der Jahreshauptversammlung 1973 wurde beschlossen eine
„zeitgemäße“
Vereinssatzung 1974- im Juli- wurde
ein notariell abgestimmter Vertragsentwurf - einer besonders Von nun an trägt der Verein den Namen: Chorgemeinschaft
1919 Gymnich e.V., der
Chorgemeinschaft 1919 Erftstadt – Gymnich
e.V. Die Satzung ist heute noch gültig. Zum ersten Mal wurde
einheitliche Chorkleidung zu Im Zuge der kommunalen Neuordnung wurde Erftstadt, bisher
dem Kreis Euskirchen Die fast traditionellen jährlichen Vereinsausflüge
verloren nach und nach an Zugkraft. So kam dem Vorstand ein Vorschlag des Sängers J. Klein,
der sich weit draußen in der Das war die Geburtsstunde einer Chorveranstaltung - aus
“Sommerfest“ wurde später *
* * Immer öfter befasste sich der Vorstand nun mit dem näher
rückenden 60. Geburtstag des Der Vorstand konnte sich jedoch auch später hin nicht
gegen die unbeugsame Haltung
des *
* * Ein weiteres Thema wurde zum bevorzugten
Diskussionsstoff: die Frage, ob sich der Verein Im Vorstand besann man sich des in Düsseldorf wohnenden
Adolf Schweins, Sohn des Die ersten Kontakte Ende 1978 verliefen hoffnungsvoll.
Vom Beginn der Informationsgespräche Seine Gesprächsandeutungen setzte Herr Schweins sehr zum
Wohle des Vereins in die Tat Im Sommer 1978 nahm der Chor an einem Wertungssingen
teil. Dem Chor und seinem * * * Im Geburtstagsjahr 1979 hatte der Chor 50 aktive
Mitglieder. Der Vorsitzende Franz „ Es müssten tausend
Buschwalds geben, in jedem Chor“ so wurde er durch den Vorsitzenden * * * Mit einer fast originalgetreu nachgebauten „ Schwäbischen
Eisenbahn“ führte der Verein den „ Hier wird unter künstlerischer Voraussetzung
qualitätsvolles Liedgut einstudiert und Mit einem berauschenden und originellen Scheunenfest im Spätsommer - für
das sich (wird
fortgesetzt)
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